württembergischer Orte war Herr Professor v. Schoder in Stuttgart so freundlich die Seehöhen
mitzutheilen, für manche konnte gar keine brauchbare Angabe aufgefunden werden.
Von den neuen Regenstationen in Elsass-Lothringen, deren Namen mir Herr Dr. Sprung in
Hamburg freundlichst übermittelte, sind bisher keine Beobachtungen publicirt worden, ebenso
wie von den Signalstellen der Deutschen Seewarte, mit Ausnahme einzelner Aufzeichnungen
während stürmischen Wetters.
Ausser den am Schluss der Artikel unter Lit. gegebenen Nachweisungen über die das Klima des
Ortes behandelnden Schriften sind selbstverständlich auch die allgemeineren Abhandlungen über
das Klima der betreffenden Gegenden, welche auf Spalte 672 ff nach Ländern gruppirt sind, zu
Rathe zu ziehen.
[Zweiter Abschnitt. Sach- und Personen-Register.] Das im ersten Abschnitt enthaltene
Beobachtungsmaterial lässt sich naturgemäss von den verschiedensten Gesichtspunkten aus -
Staatenzugehörigkeit, Gleichzeitigkeit der Beobachtungen, Dauer der Beobachtungen,
Beobachtungsstunden, Seehöhe der Stationen u. s. w. - betrachten und anordnen. Es sind
indessen in das Sach- und Personen-Register nur solche Gruppirungen aufgenommen worden,
welche unmittelbar praktischen Vortheil gewähren.
Ich beabsichtigte ursprünglich, auf einer Karte von Deutschland alle 771 Stationen einzutragen;
da jedoch hierzu eine Karte mindestens im Maassstabe von 1 : 2000000
[S. XXII:]
erforderlich gewesen wäre, beschränkte ich mich darauf, auf der dem Werke beigegebenen Karte
(1 : 4000000) die am Schluss des Jahres 1881 funktionirenden Stationen 1. und II. Ordnung zur
Darstellung zu bringen. Nur die bayerischen und württembergischen Stationen III. Ordnung,
welche vollständigere Beobachtungen als die gewöhnlichen Stationen dieser Ordnung anstellen,
sind mit aufgenommen worden, dagegen fehlen alle anderen Stationen III. und niederer
Ordnung. Da gerade 100 Jahre früher, 1781, die Beobachtungen der Societas Meteorologica
Palatina ihren Anfang nahmen, schien es zweckmässig, auf einem Karton die Vertheilung der
Stationen in diesem Jahre ersichtlich zu machen.
[Dritter Theil. Geschichtliches.] Wie schon oben erwähnt, konnte es nicht meine Absicht sein,
eine Geschichte der Meteorologie in Deutschland zu schreiben, da die Entwickelung derselben
nur im Zusammenhange mit den gleichzeitigen Vorgängen im Auslande vollkommen
verständlich wäre. Eine allgemeine Geschichte der Meteorologie liegt aber bis jetzt nicht vor, ja
nicht einmal nennenswerthe Vorarbeiten zu einer solchen. Da hingegen die Entwickelung der
meteorologischen Beobachtungssysteme in Deutschland fast ganz unabhängig von der in
anderen Ländern vor sich gegangen ist, erschien mir eine geschichtliche Darstellung derselben
thunlicher und auch deshalb sehr wünschenswerth, weil man aus den bisherigen Erfahrungen,
den vielen misslungenen Versuchen und relativ wenigen glücklichen Unternehmungen für die
Gegenwart und Zukunft manche nützliche Lehre für die Organisirung und Leitung eines
Beobachtungssystems ziehen kann. Um diesem Umriss einer Geschichte der meteorologischen
Beobachtungen in Deutschland einen möglichst objectiven und authentischen Charakter zu
wahren, sind die Organisatoren und Leiter der verschiedenen Beobachtungssysteme nach ihren
gedruckten Berichten oder nach mir zugänglichen Acten und Manuskripten selbstredend
eingeführt worden.
Unter II: „Chronologische Tabelle zur Geschichte der Meteorologie und des Erdmagnetismus in
Deutschland“ sind die für Deutschland wichtigsten Ereignisse historisch-literarischer Natur
zusammengestellt worden. Bei einer analogen Darstellung für die Entwickelung der
Gesammtmeteorologie würden natürlich einige Angaben von relativ geringer Wichtigkeit,
welche, aber für Deutschland bedeutungsvoll sind, in Wegfall gekommen sein. Bei den
Nachweisungen von Ereignissen älteren Datums, welche weniger bekannt sind, wurde auf
Fischer’s und Poggendorff’s Geschichte der Physik zur Orientirung verwiesen.
Komentáře k této Příručce